Gaspreisentwicklung

GaspreisentwicklungDer Gaspreis ist für jeden zweiten Haushalt in Deutschland eminent wichtig, so hoch ist nämlich der Anteil der mit Gas betriebenen Heizungen. Allerdings spiegelt die Gaspreisentwicklung für Sie als Verbraucher nicht die Bewegungen am Erdgas-Markt wider, die insbesondere seit Anfang 2014 einem drastischen Abwärtstrend folgen. Der enorme Anteil an Abgaben und Steuern, der rund 50 Prozent am Gaspreis für Verbraucher ausmacht, ist bei der Gaspreisentwicklung fast zu vernachlässigen, denn hier zeichnet sich zumindest in den letzten beiden Jahren eine relative Konstanz ab. Auch wenn einige wenige Versorger eine Gaspreisreduzierung angekündigt haben, ist dieser Trend angesichts der allgemeinen Energiepreisentwicklung noch viel zu schwach. Wir können Ihnen an dieser Stelle nur empfehlen, den Gasvergleich zu nutzen, um den für Ihre Ansprüche günstigsten Anbieter herauszufinden – und ordentlich Geld zu sparen.

Gaspreisentwicklung – erst seit 2005 richtiger Wettbewerb

Die Deregulierung des Gasmarktes wurde zwar bereits 1998 eingeleitet, allerdings wurde neuen Anbietern der Marktzugang zunächst sehr schwer gemacht. Im Jahr 2005 übernahm die Bundesnetzagentur schließlich die Aufsicht über das Gasversorgungsnetz, sodass fortan auch kleinere Anbieter den Markteintritt wagen konnten. Dies war der erste Schritt zu mehr Wettbewerb und damit einer Bewegung in der Gaspreisentwicklung. Ein weiterer erfolgte 2010, als die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis gelockert wurde: Bis dahin konnte mit jeder Ölpreiserhöhung auch der Gaspreis für Verbraucher angehoben werden. Aktuell wäre dies für Sie vorteilhaft, denn der Ölpreis bewegt sich seit geraumer Zeit auf einem extrem niedrigen Niveau – ohne Auswirkungen auf die Gaspreisentwicklung. Allerdings unterliegen die Preise für Erdgas ebenfalls drastischen Schwankungen, sodass auch hier ein deutlicher Preisverfall zu verzeichnen ist. Nicht zuletzt deswegen haben einige Versorger eine Reduzierung angekündigt, von bis zu fünf Prozent ist die Rede. Angesichts der Tatsache, dass Erdgas im Vergleich zu Anfang 2014 um fast zwei Drittel eingebrochen ist, nimmt sich dieser Preisnachlass allerdings eher mager aus.

Langfristige Lieferverträge – relativ wenig Bewegung bei der Gaspreisentwicklung

Gasleitung im BauVerantwortlich für die im Vergleich zum Strompreis moderate Gaspreisentwicklung sind die Lieferverträge, die die Versorger immer für längere Zeiträume abschließen. Die teilweise heftigen Auseinandersetzungen zwischen Liefer- und Transitstaaten, die die Liefersicherheit insbesondere für das importabhängige Deutschland immer wieder gefährden, sind ein weiterer Kostentreiber. Zur Sicherheit wird zwar eine strategische Reserve vorgehalten, allerdings wurden insbesondere im Ukraine-Konflikt die Gaslieferungen aus Russland regelmäßig zum Politikum – ein Ende ist noch nicht abzusehen. Die Bemühung um Alternativen, die eine Unabhängigkeit von einzelnen Exporteuren bewirken sollen, scheitern derzeit allerdings an den umstrittenen Technologien: Die Fracking-Ergebnisse in den USA hatten beispielsweise zunächst optimistisch gestimmt, allerdings sind die Folgen für die Umwelt noch gar nicht absehbar. Ein weiterer Risikofaktor ist das Equipment für die notwendigen tiefen Bohrungen, das durch die eingeleiteten Chemikalien sehr stark beansprucht und in relativ kurzen Intervallen ausgetauscht werden muss. Hier lauern also nicht nur Gefahren, sondern auch enorme Kosten, zu denen bislang keine belastbare Datenbasis vorhanden ist. Vorerst wird es wohl bei den Importen von Erdgas bleiben, um die Versorgungssicherheit nachhaltig zu gewährleisten. Damit besteht eine gewisse Abhängigkeit in Bezug auf die Gaspreisentwicklung, die den globalen Marktgesetzen unterworfen ist.

Ihr Einfluss auf die Gaspreisentwicklung

Trotzdem haben Sie es als Verbraucher in der Hand, nicht nur Ihren ganz persönlichen Gasverbrauch durch den Einsatz effizienter und auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Technologien für die Heizung zu nutzen, sondern mit Ihrer Entscheidung für bestimmte Anbieter Druck auf die großen Versorger auszuüben. Nutzen Sie daher unseren Gaspreisvergleich und sondieren Sie zunächst die aktuellen Konditionen. Die wachsende Anzahl von kleinen Versorgungsunternehmen wird Ihnen hier schon eine ansprechende Auswahl und damit auch einen Preisvorteil eröffnen. Darüber hinaus bemühen sich die Gasanbieter um Neukunden: Mit Neukunden-Boni, Sofort-Gutschriften oder Rabatten können Sie sich einen zusätzlichen Preisvorteil verschaffen – auch im nächsten Jahr wieder. Vereinbaren Sie also eine Laufzeit, die Ihnen ausreichend Flexibilität bei größtmöglichem Preisvorteil verschafft. Vor allem wenn Sie noch einen Grundversorger nutzen, sollten Sie aktiv werden: Im Jahr 2013 waren dies immerhin noch rund 26 Prozent der Verbraucher. Wirken Sie der Gaspreisentwicklung entschieden entgegen und lassen Sie sich Ihren Gasanbieter-Wechsel ordentlich vergüten.

So haben sich die Gaspreise in den letzten Jahren für private Haushalte in Deutschland enwtickelt:

 

Im Folgenden ein Beispiel zu den unterschiedlichen Gaspreisen in den Bundesländern aus dem Jahr 2007 (Quelle: Brennstoffspiegel Januar 2008), errechnet bei einem Referenzfall von 35.000 kWh pro Jahr aus Grund- und Verbrauchspreis: